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Der erste Hochstart

von Otto Betzner

Am Kottenborner Hang hatten die Flüge mit dem Gummiseilstart eine Flugzeit von ca. 30 Sekunden. In Hangelar wurde mit einer Seilwinde geschleppt. Damit bekam man richtige Höhe und so bauten wir dann auch eine Seilwinde. Vom Wershofener Jagdpächter Tenten hatten wir Mit der Winde und Specht zum Flugplatzeinen alten Jeep geerbt. Der wurde in der Mitte durchgeschnitten, die Träger und die Kardanwelle um einen Meter verlängert. Motor, Spulvorrichtung und Trommel wurden genau nach einer professionellen Zeichnung montiert. Diese Seilwinde war technisch und optisch gut gelungen.

Wir hatten nun ein Flugzeug und eine Winde und wollten sie auch mal ausprobieren.

Da wir damals nur geradeaus fliegen konnten und noch nie eine Kurve geflogen hatten, schleppten wir den Schulgleiter auf ca. 50 m Höhe. Dann gings im Gleitflug genau über die Winde und dahinter wurde gelandet. Wir waren stolz, schon so hoch fliegen zu können.

Ein Bauer, dessen Wiese wir auch benutzten, meinte: "Wenn jetzt das Gras höher wird, dann müsst ihr euch aber einen anderen Platz zum Spielen suchen."