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Inhalte der Segelflugausbildung

Die Segelflugausbildung richtet sich nach den gesetzlichen Grundlagen (LuftPersV, LuftVZO) und den Ausbildungsrichtlinien des Deutschen Aeroclubs (DAeC).

Die Ausbildung ist unterteil in die praktische Flugausbildung und in Theorieunterricht. Während die Flugausbildung in der Saison (März-Oktober) durchgeführt wird, findet der Theorieunterricht in den Wintermonaten statt. Für Piloten, die gerade mit der Flugausbildung begonnen haben, wird in Kooperation mit benachbarten Vereinen während der Saison Unterricht (jeweils ein Wochenende) angeboten, in dem die theoretischen Grundlagen für den Alleinflug vermittelt werden.

Theorieausbildung:

Die theoretische Ausbildung umfasst die Unterrichts- und Prüfungsfächer

  • Navigation (Navigationsverfahren, Gradnetz der Erde, Kursberechnung, Kartenkunde)
  • Meteorologie (Wetterentstehung, Gefahren, Wolkenkunde, Analyse)
  • Luftrecht (Gesetze & Vorschriften, Verfahren, Lizenzwesen)
  • Technik (Bauweisen, Instrumentenkunde, Flugmechanik)
  • Aerodynamik (Profilkunde, Auftriebsberechnung)
  • Menschliches Leistungsvermögen (Umwelteinflüsse, pers. Leistungsfähigkeit)
  • Verhalten in besonderen Fällen (Notverfahren, Sicherheitsvorschriften)

Auch wenn die Themen zum Teil über das in der Schule vermittelte Wissen hinaus gehen, sollte eigentlich jeder die Aufgaben lösen können. Es werden lediglich die Grundlagen vermittelt, an Rechenverfahren werden lediglich der Dreisatz und die Winkelsätze angewand.

Im Fach Luftrecht ist auch der Flugfunk enthalten. Wir bieten unseren Schülern jedoch seperate Lehrgänge an, in denen sie das Flugfunkzeugnis in deutsch (BZF II) erwerben können. Dadurch ist kein extra Flugfunk-Unterricht mehr notwendig, die Prüfungsfragen zu diesem Gebiet entfallen dann.

Praktische Ausbildung:

Die Flugausbildung gliedert sich in drei Bereiche:

  • 1.Ausbildungsabschnitt: Anfängerausbildung am Doppelsteuer mit Fluglehrer bis zum Alleinflug (A-Prüfung)
  • 2.Ausbildungsabschnitt: Übungsflüge im Ein- und Doppelsitzer um das fliegerische Können zu festigen, Erwerb weiterer Fertigkeiten mit Fluglehrer und Überprüfung (B- und C-Prüfung)
  • 3.Ausbildungsabschnitt: Streckenflugausbildung und Vorbereitung zur praktischen Prüfung, Durchführung eines 50km-Streckenfluges

Im Rahmen der Flugausbildung werden auch Notverfahren und Gefahreneinweisungen wie Seilrissübungen, Landungen aus ungewöhnlichen Positionen, Außenlandeübungen und Trudeln durchgeführt. Darüber hinaus werden alle erforderlichen Fertigkeiten und Manöver (außer Kunstflug) gelehrt. Üblicherweise wird Windenstartausbildung durchgeführt. Darüber hinaus kann auch die Berechtigung für Flugzeugschleppstarts erworben werden. Oder direkt die Schulung auf dem Motorsegler weiterführen. (Denn den Motorseglerschein kann man auch bei uns im Verein erwerben).

Der Erwerb der Berechtigung "Eigenstart" ist zwar möglich, allerdings wird dazu ein eigenstartfähiges Segelflugzeug benötigt. Die "exotischen" Startarten Gummiseilstart und Autoschlepp werden bei uns nicht gelehrt.

Prüfung:

Im Rahmen der Ausbildung wird im Verein das theoretische Wissen abgeprüft und die praktische A-, B- und C-Prüfung abgelegt. Nach Abschluss der Ausbildung wird vor dem Luftamt Rheinland-Pfalz eine Prüfung zum Erwerb des Luftfahrerscheins abgelegt. Die theoretische Prüfung umfasst dabei die oben genannten Fächer. Eine bestandene Theorieprüfung ist Voraussetzung für den 50km-Flug. Innerhalb von zwei Jahren muss dann die praktische Prüfung von einem sachverständigen Prüfer abgenommen werden.