Ka 6CR, D-7057
Einsitziges Leistungsflugzeug
Schon mit dem Spatz waren einige Streckenflüge gemacht worden. Aber die Vereinsmitglieder wollten noch bessere Flugleistungen haben. Die versprach die Ka 6, mit der Heinz Huth kurz vorher erst Weltmeister geworden war. Um den Kaufpreis von 14.000 DM zu drücken, wurde das Flugzeug im Rohbau gekauft und in über 600 Stunden Eigenleistung fertiggestellt. Der Erfolg gab den Mitgliedern aber recht: zahlreiche Streckenflüge wurden mit der Ka 6 absolviert, viele davon als Freie Strecke nach Frankreich. Gekrönt wurde das Ganze 1963 durch Günther Müller, der mit der Ka 6 Landesmeister wurde und den Verein auf der Deutschen Meisterschaft vertreten durfte. Ersetzt wurde die Ka 6 durch die ASK 14, eine motorisierte Weiterentwicklung der Ka 6E.
Die Ka 6 hatte ihren Erstflug 1955, zunächst noch mit einer Spannweite von 14m und ohne Rad. In großen Stückzahlen wurde der formschöne Schulterdecker in Holzbauweise jedoch in der Baureihe CR hergestellt nun mit 15m Spannweite und Rad. Ca. 850 Exemplare dieser Baureihe entstanden bis 1968. Rudolf Kaiser entwickelte die Ka 6 weiter zur Ka 6E mit Laminarprofil und Pendelruder. Heinz Huth wurde 1960 und 1963 mit der Ka 6 Weltmeister der Standardklasse. Die Aera der Ka 6 endete 1972 nach insgesamt 1368 Maschinen aller Versionen, als mit der ASW 15 ein wesentlich modernerer Nachfolger in Kunststoffbauweise zur Verfügung stand. Noch immer befindet sich die Ka 6 in vielen Vereinen als Schulflugzeug im Einsatz oder wird als Liebhaberflugzeug gehegt und gepflegt.





