L-Spatz 55, D-7060
Einsitziges Übings- und Leistungsflugzeug
Der junge Verein entwickelte sich schnell weiter und der Anspruch an das Fluggerät stieg. Mit Fertigstellung des Spechts ging man daher im Sommer 1955 das nächste Projekt an: den Bau eines Leistungs-Einsitzers vom Typ L-Spatz. Bereits im folgenden Frühjahr konnte das Flugzeug auf den Namen Hanusa getauft werden. Mit dem Spatz wurden die ersten Streckenflüge gemacht, 1958 nahm Günther Müller damit erstmals an den Landesmeisterschaften teil. An dem Flugzeug wurden einige Modifikationen durchgeführt: so erhielt der Spatz bei einer Grundüberholung noch zusätzliche Fenster unter dem Flügel und es wurden Endkeulen an den Flügeln angebracht. Im Frühjahr 1961 wurde der Spatz schließlich verkauft, da nun die leistungsmäßig bessere Ka 6CR zur Verfügung stand.
Mit dem Spatz schuf die Firma Scheibe einen leichten, aber guten Leistungseinsitzer. Der erste Vertreter der Spatzenfamilie entstand schon 1952. Anfangs besass der Spatz nur 13m Spannweite und einen Tragflügel in Mitteldeckeranordnung. Die Weiterentwicklung L-Spatz 55 war hingegen ein Schulterdecker mit 15m Spannweite. Im Gegensatz zur Ka 6 besass der Spatz einen Stahlrohrrumpf. Über 500 Maschinen der verschiedenen Baureihen wurden bis 1962 gebaut.





