SF-25A Motorfalke, D-KAMY
Doppelsitziger MotorseglerDer Bau der Krähe hatte einige Zeit in Anspruch genommen. In der Zwischenzeit war die Entwicklung der Motorsegler weiter vorangeschritten und die Firma Scheibe hatte mit Motorspatz und Motorfalke eine industrielle Fertigung aufgenommen. Da die Leistungen der Krähe nicht zufriedenstellend waren und es auch Probleme mit dem Triebwerk gab, entschloss man sich, die Krähe durch den A-Falken zu ersetzen. Ein entscheidender Vorteil war, dass hiermit nun auch doppelsitzige Schulung und Reiseflüge möglich waren. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die folgende Geschichte: der Magnetkompass war anfangs an einer sehr ungünstigen Position angebracht, so dass bei laufendem Motor keine brauchbare Anzeige zu erwarten war. Dadurch verflogen sich zwei Piloten einst und in der Annahme, die Mosel überflogen zu haben, querten sie den Rhein. Die hereinbrechende Dämmerung zwang sie dann im tiefsten Westerwald zur Landung auf einer Panzerstraße. Als dann der B-Falke zur Verfügung stand, wurde der alte Falke nach Schweden verkauft, wo er auch heute noch mit dem Kennzeichen SE-TMC fliegt.
Die Erfahrungen mit dem Motorspatz (SF-24) ermutigten Egon Scheibe dazu, auch eine doppelsitzige Variante zu entwickeln, den Motorfalken. Dieser war wie der Motorspatz ein freitragender Schulterdecker mit Stahlrohrrumpf. Die Flügel stammten vom Bergfalke II, der Rumpf wurde vom SF-24 übernommen und im Cockpitbereich etwas verbreitert. Erstflug war 1963, der Serienbau begann 1965. 56 Maschinen wurden gebaut, bevor 1968 die B-Version in Produktion ging.





