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Streckenflugtipps für Belgien und die Ardennen


  • Karte der freigegebenen Lufträume in Belgien
  • belgischer Luftraum im Open-Air-Format für das PDA Download

Vorwort: Die Ardennen erstrecken sich vom Süden Belgiens über Luxemburg bis nach Frankreich. Dieses Gebiet ist ähnlich wie die Eifel thermisch gut und für Streckensegelflüge entsprechend nutzbar. Leider werden diese Gebiete von deutschen Segelfliegern aufgrund der ungewohnten Luftraumverhältnisse eher selten genutzt. Um diese Hemmschwelle zu nehmen, geben wir hier einige Tipps weite, die wir von belgischen und luxemburger Segelfliegern erhalten haben. Für die Richtigkeit übernehmen wir allerdings keine Gewähr.

BelgienBelgien:

Wer den belgischen Luftraum für Streckenflüge nutzen will, sollte sich unbedingt über die Regelungen für VFR-Flüge informieren. Eine aktuelle Karte des Landes (z.B. Jeppesen-VFR&GPS-Karte EB/EH) ist ein Muss, denn die Lufträume sind doch etwas verwirrender als bei uns. Über ganz Belgien erstreckt sich die so genannte LCTA, die ein Luftraum B ist (kein Einflug ohne Transponder). Die Untergrenze dieser LCTA liegt bei 4500 ft MSL, nur in der direkten Umgebung einiger Flugplätze gibt es lokale Ausnahmen. Daher sind Streckenflüge während der Woche nicht ohne weiteres möglich. Man kann jedoch versuchen, bei Bruxelles Approach (126,90 MHz) eine Freigabe zu erhalten.

Während des Wochenendes ist dann die LFA-G (Low Flying Area Gliding) aktiv, die es erlaubt, auch höher zu fliegen. Nach Vereinbarung wird der Luftraum in drei verschiedenen Stufen freigegeben: LFA-G1 (bis FL 50), LFA-G2 (bis FL 70) und LFA-G3 (bis FL 90). Welcher Status wo herrscht, kann im Internet auf der Seite der Flämischen Liga unter http://www.lvzc.be/index.php/luchtruim/lfagolfstatus nachgeschaut werden (nur am Wochenende). Über den Ardennen ist wohl des öfteren bis FL 70, zum Teil auch bis FL 90 freigegeben.

Ausgenommen hiervon sind natürlich die CTR/TMA von Luxemburg, Lüttich und Gosselies. Wichtig: An den Militärflugplätzen Florennes und Kleine Brogel existiert, wenn die Kontrollzone nicht aktiv ist, eine Sperrgebiet (P-Area) mit dem Radius 5 NM und Obergrenze 4500 ft MSL, in das der Einflug streng verboten ist. Es hat wohl auch schon sehr hohe Strafen gegen Segelflieger gegeben, die diesen Luftraum verletzt haben.

LuxemburgLuxemburg:

Ganz Luxemburg ist Luftraum D. Daher muss unbedingt eine Freigabe bei Luxemburg Approach (118,90 MHz) eingeholt werden, wenn man in das Land einfliegen will. Diese wird nach Erfahrung unserer luxemburgischen Fliegerkameraden aber fast immer erteilt, auch wenn kein Transponder an Bord ist. Sogar ein Durchfliegen der Kontrollzone ist möglich, wenn der Betrieb dies zulässt.

Nützliche Frequenzen für Freigaben
Deutschland
  • Langen Information
123,52
Belgien
  • Bruxelles APP
126,90
Luxemburg
  • Luxembourg APP
118,90
Frankreich
  • Paris Information
  • Reims Information
125,70
124,10

Vielen Dank an Hugo Mertens und Guy Bechtold für die wertvollen Tipps.

Karte der aktiven LFA-G

(bitte Bild anklicken)