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Vom Übungshang zum Sonderlandeplatz

Über das Fluggelände in Wershofen

Gummiseilstart auf KottenbornNachdem die Wershofener Segelfluggruppe 1952 gegründet wurde, fanden die ersten Flüge mit dem Schulgleiter SG-38 auf dem Fluggelände "Kottenborn" nord-östlich von Wershofen statt.

Schon nach kurzer Zeit entschloss man sich jedoch, den "Grööne Waasem" - ein Plateau zwischen Wershofen und Ohlenhard - zu nutzen. Das Gelände war gegen Ende der 1930er Jahre vom Reichsarbeitsdienst gerodet und zum Notflugplatz hergerichtet worden. Diese Lage bot mit seiner Ost/West-Ausrichtung und einer Länge von 1000m die idealen Voraussetzungen für die Durchführung von Windenstarts. Bald erfolgte der Bau einer ersten Segelflugzeughalle und einer Werkstatt, so dass die Flugzeuge nicht mehr vom Ort zum Flugplatz transportiert werden mussten. Schon nach wenigen Jahren musste diese Halle erweitert werden. Damit der inzwischen vorhandene Motorsegler bequem starten und landen konnte, wurde eine schmale befestigte Landebahn angelegt.

Der HallenkomplexDer Verein entwickelte rege Bautätigkeit und errichtete eine Fahrzeughalle und einen Kontrollturm, in dem auch die erste Gaststätte untergebracht war. Ständig wurden neue Ländereien erworben, so dass schon bald Start- und Landebahn im Besitz des Vereines waren und fehlende Grundstücke gepachtet werden konnten. 1975 kam mit der Akaflieg Köln ein zweiter Verein an den Platz. Um deren Flugzeuge unterstellen zu können, wurde 1980 eine zweite Flugzeughalle sowie die heutige Gaststätte errichtet. Zwischenzeitlich wurde auch die Asphalt-Landebahn verbreitert und eine zweite, 650m lange Graspiste geschaffen.

Zwei Vereine waren bis Ende 2005 in Wershofen beheimatet: Die Segelfluggruppe Wershofen und die Akademische Fliegergruppe (Akaflieg) der Universität Köln. Diese entschloss sich jedoch, Wershofen zu verlassen und zur benachbarten Dahlemer Binz zu wechseln. 26 Luftfahrzeuge aller Art, vom Ultraleichtflugzeug bis zum Motorflugzeug, sind mittlerweile in Wershofen stationiert. Acht davon (7 Segelflugzeuge und ein Motorsegler) kann die Segelfluggruppe Wershofen ihr eigen nennen. Die restlichen Maschinen befindet sich in Privatbesitz.

Flugplatz im SchneeSeit 1993 ist das Wershofener Fluggelände als Sonderlandeplatz zugelassen, das heißt, er ist zwar für alle Flugzeuge bis 2t Gewicht und für Hubschrauber zugelassen, hat aber keine festen Öffnungszeiten. Denn im Gegensatz zu Verkehrslandeplätzen wie der Dahlemer Binz gibt es keine hauptamtlichen Flugleiter. Dieser Dienst wird von den Mitgliedern unseres Vereines übernommen. Vor dem Weggang der Akaflieg war unser Flugbetrieb auf den Sonntag beschränkt, doch seit 2006 findet nun auch Samstags der Flugbetreib statt. Somit wollen wir den steigenden Mitgliederzahlen und damit der Mehrzahl an Piloten gerecht werden. In der Woche findet in der Regel kein Flugbetrieb statt.

Im Zuge eines Flurbereinigungsverfahrens konnte der Verein 2004 das gesamte Flugplatzareal in seinen Besitz bringen. Damit ist für die Zukunft der Flugbetrieb auf dem "Grööne Waasem" gesichert.

Überblick über den Flugplatz