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Was zum Fliegen alles nötig ist

Viel ist es nicht, was man benötigt, um Segelfliegen zu betreiben. Wir wollen hier der Übersicht halber aber mal zwischen Voraussetzungen und Utensilien unterscheiden.

Voraussetzungen

Segelfliegen ist eine Sportart, die aufgrund der Benutzung des Luftraumes vom Staat regelementiert und überwacht ist. Daher gibt es auch einige Voraussetzungen, die jeder Flugschüler erfüllen muss (was aber kein Problem sein sollte).

  • Zeit:
    Segelfliegen ist nicht unbedingt kosten- aber durchaus zeitintensiv. Vor allem in der Ausbildung sollte man nach Möglichkeit regelmäßig erscheinen. Setzt man mal eine Woche aus, ist das aber nicht unbedingt tragisch. Der Tag auf dem Flugplatz beginnt um 10 Uhr und endet mit dem schließen der Hallentore am Abend. Aber auch hier sind wir flexibel, wenn man mal früher weg muss oder später kommt.
  • Geld:
    Fliegen ohne Motor ist kein teures Hobby und kostet weitaus weniger, wie die meisten denken. Allerdings bekommt man die Segelflugausbildung leider auch nicht umsonst. Hier gibt es eine Übersicht über die Vereinsgebühren.
  • Tauglichkeit:
    Damit man nicht sich oder andere gefährdet, muss sich jeder Pilot einer fliegerischen Tauglichkeitsuntersuchung unterziehen. Vorher darf man leider ein Segelflugzeug nicht alleine steuern. Bis zum ersten Flug ohne Fluglehrer, geht's noch ohne.
  • Dokumente (sind erst zur Prüfung erforderlich):
    Von einem Piloten wird erwartet, dass er zuverlässig und verantwortungsbewusst ist. Daher verlangt der Gesetzgeber von jedem Pilotenanwärter einen Auszug aus dem Verkehrszentralregister und ein polizeiliches Führungszeugnis. Seine Herkunft muss er mittels einer beglaubigten Geburtsurkunde bezeugen.
  • Einverständnis:
    Seine Frau oder Freundin kann man fragen, muss man aber nicht. Alle minderjährigen Fluginteressierten benötigen aber unbedingt eine Einverständniserklärung der Eltern, um mit der Ausbildung beginnen zu können.

Utensilien

Eine spezifische Kleidung ist zum Fliegen ebenso wenig erforderlich wie irgendwelche speziellen Geräte oder Ausrüstungsgegenstände. An das ein oder andere sollte man beim Besuch auf dem Flugplatz allerdings denken.

  • Kleidung:
    Die Kleidung sollte in erster Linie dem Wetter angepasst sein. Dabei sollte man auch bedenken, dass es durch den Wind oft ein paar Grad kälter ist, als man denkt. Beim Fliegen selbst weht zwar kein Wind, aber die Temperatur nimmt um 1°C / 100m ab. Die Sonntagskleidung lässt man auch besser zu Hause, denn es kann schnell passieren, dass man sich dreckig macht. Vor allem im Frühjahr ist festes Schuhwerk angebracht.
  • Sonnenschutz:
    Man sollte sich darüber im klaren sein, dass man sich den ganzen Tag an der frischen Luft befindet und dabei häufig der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Deswegen im Sommer an Sonnencreme denken. Jeder Pilot sollte darüber hinaus im Flug um einen Sonnenstich zu vermeiden einen Sonnenhut tragen, der die Sicht aber nicht einschränken darf. Auch eine Sonnenbrille (gegebenenfalls mit der eigenen Brillenstärke) gehört aus Sicherheitsgründen zum Equipment eines Piloten.
  • Literatur:
    Es ist bis auf ein Lehrbuch (zu bestellen über den Ausbildungsleiter) keine weitere Fachliteratur erforderlich. Wer sich dennoch weitergehend mit dem Thema Segelfliegen beschäftigen möchte, dem möchten wir diese Bücher empfehlen. Auch sehr interessant ist das Magazin "Segelfliegen", welches 6x im Jahr erscheint. Das Mitgliedermagazin "Luftsport" des Deutschen Aeroclubs ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.
  • Persönliche Ausrüstung (z.T. erst zur Prüfung erforderlich):
    Zur theoretischen Prüfung benötigt man eine aktuelle Luftfahrtkarte im Maßstab 1:500.000 (ICAO-Karte) sowie ein Kursdreieck. Diese kann man im Luftfahrtbedarf beziehen (auch in Sammelbestellung über den Ausbildungsleiter). Beim Ausbildungsleiter bzw. dem Geschäftsführer des Vereins bekommt man auch sein persönliches Flugbuch sowie den Ausbildungsnachweis, die man beide von Beginn der Ausbildung an benötigt.