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Sicherheitscheck

Ist Segelfliegen gefährlich?

Viele Leute haben Angst vorm Fliegen. Immer wieder hört man von Flugunfällen. Es ist jedoch auch bekannt, dass das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel ist. Wie sieht es mit dem Segelfliegen aus? Wir wollen versuchen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

In der Ausbildung:

Unser Verein betreibt die Ausbildung im Rahmen der Globalen Ausbildungsgenehmigung des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, der alle rheinland-pfälzischen Segelflugvereine angeschlossen sind. Dadurch ist auch eine hohe Qualität der Ausbildung garantiert. Die Ausbildung erfüllt natürlich die gesetzlichen Bestimmungen. Die Fluglehrer müssen hohen Anforderungen genügen und sind intensiv geschult. Auch, wenn sie ihre Tätigkeit ehrenamtlich ausüben, stehen sie ihren Kollegen in kommerziellen Flugschulen in nichts nach.

Unfälle passieren:

Sicherheit hat oberste Priorität im Segelflug, vor allem in der Ausbildung wird von den Fluglehrern darauf geachtet, kein unnötiges Risiko einzugehen. Im Laufe der über 50-jährigen Vereinsgeschichte haben hunderte von Flugschülern die Flugausbildung in Wershofen genossen. Dabei haben wir glücklicherweise noch keinen tödlichen Unfall zu verzeichnen gehabt. Natürlich passieren auch bei uns hin und wieder schon mal kleinere Unfälle, die bislang zum Glück aber immer glimpflich ausgegangen sind. Ähnlich wie beim Motorrad fahren liegt im Segelflug viel an einem selbst, wie sicher das ganze ist. (Selbst-)Disziplin ist daher für einen Segelflieger von größter Bedeutung.

Sicherheitsvorkehrungen:

Wie beim Autoverkehr gibt es auch in der Fliegerei Möglichkeiten, die Sicherheit zu erhöhen. Das geschieht zum einen durch die regelmäßige Durchführung von Sicherheits-Schulungen durch Flugsicherheitsinspektoren des Deutschen Aeroclubs auf unserem Flugplatz. Jedes Flugzeug muss jährlich zum Flugzeug-"TÜV", bei dem die Lufttüchtigkeit kontrolliert wird. Aber auch auf der technischen Seite lässt sich einiges machen. So sind sämtliche Flugzeuge auf unserem Flugplatz mit dem Kollisionswarnsystem FLARM ausgerüstet. Die Flugzeuge neueren Baujahrs verfügen ähnlich wie Rennwagen über ein Sicherheitscockpit, welches bei einem Crash enorme Energien aufnimmt. Sollte dennoch einmal etwas passieren, sind alle Flugzeuge mit Rettungsschirmen für die Piloten ausgerüstet. Alle Flugzeuge haben die Möglichkeit, die Cockpithaube abzuwerfen um einen Notausstieg duchführen zu können. Darüber hinaus werden für solche Fälle Notverfahren trainiert.

Versicherungen:

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung für Drittschäden besitzen alle Vereinsflugzeuge eine Kaskoversicherung, mit der Schäden am Flugzeug reguliert werden. Somit ist auch ein Totalschaden z.B. eines Doppelsitzers im Wert von 50.000 EUR abgedeckt. Die Selbstbeteiligung wird dabei von einem sogenannten Unfall-Fond aufgefangen, zu dem jedes Mitglied seinen Beitrag leisten muss. Die Vereinsmitglieder selber sind während der Ausübung ihres Sportes, auf dem Flugplatz und auf dem Weg dorthin über die Sportunfall-Versicherung des Sportbunds bei Unfällen versichert. Darüber hinaus bestehen spezielle Haftpflicht-Versicherungen für Fluglehrer und den Betrieb der Flugplatzfahrzeuge.