Aktuelles

Unsere Frequenz: 121,390


Termine 2020

  • 29.02.2020 Segelfliegertag Rheinland-Pfalz
  • 08.03.2020 Jahreshauptversammlung
  • wird verschoben, Termin steht noch nicht fest: Frühlingsaktivenversammlung
  • 04.04.2020 Beginn Flugbetrieb (verschoben auf 1.5.2020)
  • 20.06.2020 Sonnwendfeier - abgesagt
  • 06.-19.07.   Sommerflugwochen
  • 01.11.2020 Winteraktivenversammlung

Prototyp der ASK 13 besucht nach 54 Jahren wieder die Wasserkuppe

Foto: M. Münch - Mit freundlicher Genehmigung von Alexander Schleicher GmbH & Co. Vielen Dank!
Foto: M. Münch - Mit freundlicher Genehmigung von Alexander Schleicher GmbH & Co. Vielen Dank!

Sabine Müller und Johannes Schorn von der SFG Wershofen fliegen 241 km

 

Link zum Artikel hier

 


1. Alleinflug Nina Bodenheim

Nina Bodenheim hat sich am 11.06.2020 frei geflogen und erfolgreich ihre A-Prüfung absolviert. Nicht nur sie ist überglücklich auch der Papa Uwe freut sich riesig. Nina fliegt in 3. Generation in der SFG Wershofen. Schon ihre Großeltern waren sehr engagiert in unserem Verein!
Herzlichen Glückwunsch!


Erneuter Freiflug von Martin Kropp

Martin Kropp aus Lommersdorf fliegt sich am 7. Juni 2020 erneut frei. Er gehörte vor 8 Jahren schon einmal zur SFG und pausierte wegen seiner Berufsausbildung. Unser Vorsitzender Benjamin Deppe überreicht ihm den traditionellen Strauß.

 


Segelflugzeuge machen keinen Winterschlaf

Foto: Stefan János Wágner
Foto: Stefan János Wágner

Wenn während der Flugsaison Gäste auf unserem Flugplatz in Wershofen erscheinen und sich neben dem leckeren Kuchen in unserem Flugplatzrestaurant auch etwas für das Segelfliegen interessieren, höre ich häufig die Frage, wievielt Leute es braucht, um ein Segelflugzeug in die Luft zu bekommen.

 

Meine Antwort ist dann immer die Zahl Fünf: WindenfahrerIn, FlugleiterIn, StartleiterIn, LepofahrerIn und nicht zuletzt den/die FlächenhalterIn. Bei dieser Aufzählung vergesse ich regelmäßig die VereinskameradInnen, die im Winter dafür sorgen, dass überhaupt flugtüchtige Flugzeuge zu Verfügung stehen. Daher wollen wir diesen Aspekt des Segelfliegens etwas eingehender beleuchten: Die Winterarbeit.

 

Die Flugsaison ist Ende Oktober beendet. Nun, denkt der Nichteingeweihte vielleicht, verziehen sich die Segelflieger in ihre Höhle und halten Winterschlaf, bis sie im Frühjahr von der ersten Thermik wieder geweckt werden. Weit gefehlt! Unsere Flugzeuge wurden in den vergangenen sieben Monaten ausgiebig genutzt. Insbesondere unsere beiden Schuldoppelsitzer haben dann jeweils 1.000 Landungen und fast 200 Flugstunden hinter sich. Und bei Schulflügen geht es auch schon mal etwas ruppiger zu. Hinzu kommt die jährliche Überprüfung der Flugzeuge durch einen Sachverständigen. Das ist so was wie die Hauptuntersuchung für Kfz beim TÜV. Ist der Prüfer mit dem Zustand des Geräts nicht einverstanden, geht der Flieger nicht in die Luft.

 

Was also tun nach einer belastenden Saison? Ab in die Werkstatt mit den Flugzeugen. Die SFG Wershofen e.V. unterhält zur Wartung und Reparatur ihres Flugzeugparks eine entsprechende Werkstatt mit ausgebildetem technischem Personal. Hinzu kommen Vereinsmitglieder, die im Rahmen der Winterarbeit an die notwendigen Arbeiten herangeführt werden. So wird der Nachwuchs gefördert.

 

Schauen wir uns die Tätigkeiten an so einem Segelflugzeug mal genauer an. Diese sind recht genau in Handbüchern und sonstigen technischen Dokumenten erläutert, sodass der Ablauf der Wartung schon vor Beginn recht klar ist. Zuerst werden alle Flugzeugteile gründlich gereinigt, mit einem Schwamm und viel Wasser. Dabei geht nicht nur der Dreck ab, sondern es kann gleichzeitig nach Beschädigungen Ausschau gehalten werden. Häufig passieren kleinere Lackabplatzer durch Steinschlag bei der Landung. Zum Glück recht selten sind Bruchstellen, die sehr aufwändig zu reparieren sind.

 

Weiter geht es sodann mit der Technik. Mit einem Flügel ist man damit recht schnell fertig, beim Rumpf sieht das etwas anders aus. Aus dem Cockpit werden die Sitzschale und alle sonstigen Abdeckungen entfernt, um die Rumpfstruktur und die Steuerungsmechanik begutachten zu können. Auch auf die Kabelbäume und Druckschläuche für unsere Instrumente wird ein Auge geworfen. Bei der Gelegenheit werden die Kreuzlager der Steuerknüppel und die Schlittenbahnen der Seitenruderpedale neu gefettet. Ein eingehender Blick gilt den Schleppkupplungen. Hier hängen im Wortsinn Leben dran. Sie dürfen nicht beschädigt sein und der Ausklinkmechanismus muss einwandfrei funktionieren. Ist sonst alles in Ordnung, wird der Rumpf auf den Rücken gedreht. Hierzu bedarf es bei einem Doppelsitzer schon 5-6 Personen, wobei nicht so sehr das Gewicht ein Problem darstellt als eher die generelle Unhandlichkeit eines solchen Teils. Sind halt keine Griffe dran.

 

Es werden alle Räder ausgebaut und auf Schäden kontrolliert. Ein Schuldoppelsitzer hat derer drei: Bug-, Haupt- und Spornrad. Das Hauptfahrwerk trägt, wie der Name schon sagt, bei Landungen die größte Last. Entsprechend sieht die Reifendecke nach den rund 1.000 Landungen in der Saison auch aus. Sie muss in der Regel gegen eine neue getauscht werden. Daneben ist die Scheibenbremse von großer Bedeutung. Es gibt nur ein Rad mit Bremse und es muss eine Masse von rund 500 kg aus etwa 100 km/h zum Stehen bringen. Ausreichende Bremsbelagstärke und eine einwandfreie Scheibe sind neben genug Bremsflüssigkeit dafür Voraussetzung. Bei Bedarf werden diese Teile erneuert.

 

Nach dem Einbau der Räder wird der Rumpf wieder gedreht und nach einer eingehenden Fremdkörperkontrolle die Sitzschalen und Abdeckungen angebracht. Wie war das: Fremdkörperwas?

 

Diese Kontrolle ist einer der wichtigsten Punkte bei der Flugzeugwartung und wird immer nach dem Vier-Augen-Prinzip durchgeführt. Es geht darum, keine Werkzeuge oder Teile im Cockpit zu vergessen. Diese könnten während eines Fluges in die Mechanik geraten und ein Steuern des Flugzeuges unmöglich machen, mit zumeist tödlichen Konsequenzen für die Besatzung.

 

Ist das erledigt, geht es ans Finish. Wir haben bei der Lackpflege sehr gute Erfahrungen mit Carnaubawachs gemacht. Rumpf, Flächen und Höhenleitwerk werden damit gründlich eingewachst und poliert. Die Oberfläche ist dann sehr gut gegen leichte Verschmutzungen und – besonders wichtig - gegen UV-Strahlung geschützt. Die mag der Lack nämlich nicht besonders.

 

Damit hätten wir die Jahreswartung eines Doppelsitzers in aller Kürze dargelegt. In der Realität benötigen wir dafür 60-80 Personenstunden, wenn nichts Außergewöhnliches anliegt. Gearbeitet wird sonntags von 10 bis 17 Uhr mit einer Stunde Mittagspause. Interessenten und Neugierige sind herzlich willkommen um auch diesen Aspekt des Segelfliegens näher kennen zu lernen. Melden Sie sich einfach vorher an bei Ansprechpartner Technischer Leiter.

 

Matthias Malek

 


Mitgliederversammlung am 1.11.2019 zum Saisonabschluss

Es wurden wichtige Entscheidungen auf der Mitgliederversammlung der SFG Wershofen getroffen. Zahlreiche Mitglieder kamen zur Versammlung. Foto: Hubert Raaf
Es wurden wichtige Entscheidungen auf der Mitgliederversammlung der SFG Wershofen getroffen. Zahlreiche Mitglieder kamen zur Versammlung. Foto: Hubert Raaf

Freiflug von Maximilian Marisch

Kurz vor Saisonende flog sich Maximilian Marisch am 05.10.2019 frei. Herzlichen Glückwunsch!


Jugendvergleichsfliegen in Mainz-Finthen

Foto: Marcel Gliencke
Foto: Marcel Gliencke

Unsere Jugend hat am 24. August Florentin Müller beim Jugendvergleichsfliegen in Mainz Finthen unterstützt.

 

Florentin Müller wurde bei dem Wettbewerb 7. von 45 Teilnehmern. Herzlichen Glückwunsch!

 

Insgesamt nahmen 17 rheinland-pfälzische Vereine teil.

Die rheinlandpfälzische Landesjugendleitung (Julia Weidler & Nils Ulrich) gratuliert Florentin zu seiner guten Platzierung. Foto: Philipp Tecklenburg
Die rheinlandpfälzische Landesjugendleitung (Julia Weidler & Nils Ulrich) gratuliert Florentin zu seiner guten Platzierung. Foto: Philipp Tecklenburg

Fluglehrer Johannes Schorn gratuliert dem glücklichen Freiflieger
Fluglehrer Johannes Schorn gratuliert dem glücklichen Freiflieger

Am 11. August flog sich Dirk Schiffer aus Wiesbaum frei!

Herzlichen Glückwunsch!

 

Unglücklicherweise traf am Sonntag eine 17-köpfige Gastfluggruppe ein, so dass das traditionelle Popo-Hauen sehr schmerzhaft wurde.


Schöne Sommerflugwoche mit vielen Starts

Die Vereinsmitglieder verbrachten eine wunderschöne Sommerflugwoche. Das Wetter meinte es gut mit uns. Es konnten 360 Starts gemacht werden. Insgesamt wurden 150 Stunden geflogen. Am 1.8. standen einige Mitglieder schon sehr früh auf zum Sonnenaufgangsfliegen und wurden mit einem sensationellen Sonnenaufgang belohnt. 

 

Mit unserer neuen Flugschülerin Nina und ihren Schwestern und Cousinen hatten die Mädchen in diesem Sommer den Flugplatz fest im Griff. Versorgt wurden die Mitglieder am Abend von Amelie mit leckerem Gemeinschaftsessen.

 

Luca Feuser konnte in der Woche seinen 150 km Flug mit dem Motorsegeler absolvieren und kann nun zur Prüfung schreiten.

 

Fleißige Mitglieder fanden auch Zeit für dringend notwendige Instandsetzung. So wurde ein Dachfenster ausgetauscht. An dieser Stelle herzlichen Dank an André Tillmann und Rudi Müller.

 

Wir hatten eine wunderbare, entspannte Flugwoche und danken dem Wettergott, dass er uns wohlgesonnen war!

 

Fotos: Uwe Bodenheim, Martin van der Mühlen, Marc Theisen


Für 15 Euro geht’s in Wershofen in die Luft!

Rundflugtag mit Rundumblick in Wershofen

Segelflug ist ein schönes Freizeitvergnügen und Vereinssport zugleich. Eine Motivation für viele Flieger dürfte sein, aus der Höhe einen Perspektivwechsel zu erleben. Der andere Blick auf die Welt relativiert vieles, lässt manches zurück. Auch das Gemüt wird in Hochstimmung versetzt. Wer als Segelflugpilot – ob in Ausbildung oder als Scheininhaber – nach absolviertem Flug auf die Erde zurückkehrt, darf getrost stolz auf sich sein. Segelfliegerei ist eine anspruchsvolle Herausforderung. Konzentriert sind die Wershofener Pilotinnen und Piloten bei der Sache. Es gilt, sich auf jeden Wind, ob von vorne, hinten, links oder rechts, einzustellen. Streng wird auf die Sicherheit und auf die Einhaltung von Regeln geachtet, damit niemand zu Schaden kommt. Ob in der Luft oder am Boden, es gilt: Augen auf im Flugverkehr. Den kann man auch vom Flugplatz aus beobachten, Fernblick in die Eifellandschaft inklusive. Bis zur Nürburg, der Hohen Acht und ins Ahrgebirge.

Gelegenheit für Gäste, das Fluggeschehen zu beobachten oder mitzufliegen, besteht in diesem Jahr insbesondere zu zwei Gelegenheiten:


Der nächste Rundflugtag findet am 9. Mai 2020 statt.

Flugbetrieb ist an allen Wochenenden und an Feiertagen, außer wenn es stürmt oder neblig ist. Denn wenn am Boden schlechte Sicht herrscht oder die Witterungsbedingungen Gefahren wie Blitz und Donner in sich bergen, starten die Segelflieger nicht. Sicher ist sicher.

Das Flugplatzrestaurant Thermikklause heißt Flugbegeisterte während des Segelflugbetriebs willkommen. Und Kinder freuen sich über den kleinen Spielplatz auf dem Gelände der Segelfluggruppe Wershofen.

 


Toller Saisonauftakt

Bernd van der Mühlen gratuliert seiner Flugschülerin Jessica Schiffer
Bernd van der Mühlen gratuliert seiner Flugschülerin Jessica Schiffer

Am 24. April flog sich Jessica Schiffer frei. Eine Punktlandung bevor der Sturm mit Gewitter und Regen eintrafen. Herzlichen Glückwunsch!


Gerd Krautwig gratuliert Sascha Plötzer
Gerd Krautwig gratuliert Sascha Plötzer

Die Saison 2019 ist gut gestartet. Zum Auftakt des Osterfluglagers können wir direkt einen ersten Alleinflug verkünden. Sascha Plötzer ist am Ostersamstag nach ca. 100 Starts freigeflogen. Der 15jährige Florentin Müller (Bildmitte im Hintergrund) konnte bei guter Thermik seinen 50 km Flug absolvieren, welcher Voraussetzung für die Segelfluglizenz ist.

 

Für den 72jährigen Fluglehrer, Gerd Krautwig, schöne Abschiedsgeschenke, der nach 30jähriger Fluglehrertätigkeit sein Ehrenamt beendet.

 

Die SFG Wershofen bedankt sich ganz herzlich bei Gerd Krautwig und wünscht ihm noch viele spannende Flüge.


Niklas Schaefer (Reiferscheid) erhält nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand die Bronzene LSV RP Ehrennadel für sein Engagement als Jugendleiter. Foto: Florian Müller
Niklas Schaefer (Reiferscheid) erhält nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand die Bronzene LSV RP Ehrennadel für sein Engagement als Jugendleiter. Foto: Florian Müller

Neue Vorstandsmitglieder und zwei neue Ehrenmitglieder

Christian Grau gratuliert Benjamin Deppe zum neuen Amt
Christian Grau gratuliert Benjamin Deppe zum neuen Amt

Bei der Jahreshauptversammlung wurde ein neuer 1. Vorsitzender und ein neuer Jugendleiter gewählt.

 

Neuer 1. Vorsitzender ist Benjamin Deppe. Neuer Jugendleiter Yannis Hilgers. Wir gratulieren zur Wahl.

 

Wir danken den beiden ehemaligen Vorstandsmitgliedern, Christian Grau und Niklas Schaefer, für Ihr Engagement und Ihre langjährige Mitarbeit im Vorstand der SFG Wershofen.

 

Lange Zeit war Otto Betzner alleine Ehrenmitglied der SFG Wershofen. Seit der Jahreshauptversammlung gibt es zwei neue Ehrenmitglieder: Hubert Raaf und Klaus Ohlenhardt. Damit dankt die SFG Wershofen für deren langjähriges Engagement für den Verein, dem sie bereits seit ihrem 14. Lebensjahr angehören!

von links nach rechts: Christian Grau erhält die Bronzene Ehrennadel des Luftsportverbands Rheinland-Pfalz für seine langjährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender; die neuen Ehrenmitglieder der SFG: Klaus Ohlenhardt & Hubert Raaf; Gewinner des Holzpokals: Tom Hoffmann; Vereinsmeister Junioren: Mika Zeyen.


Gründe zum Feiern für zwei Wershofener Piloten

Foto: Paul Heesel  - Letzte Hinweise vor dem Start durch Fluglehrer Bernd van der Mühlen für den Euskirchener. Andreas hat sein Ziel erreicht: er darf ab jetzt alleine fliegen.
Foto: Paul Heesel - Letzte Hinweise vor dem Start durch Fluglehrer Bernd van der Mühlen für den Euskirchener. Andreas hat sein Ziel erreicht: er darf ab jetzt alleine fliegen.

Euskirchener Autohändler geht in die Luft

 

Von Stefan János Wágner

 

Bei den Segelflugkameraden in Wershofen gab es in der vergangenen Woche gleich zwei Gründe zum Feiern: Vereinsmitglied Andreas aus Euskirchen (43) hat einen wichtigen Meilenstein in seiner Fliegerkarriere absolviert: die A-Prüfung. Jetzt darf er ohne Begleitung eines Fluglehrers fliegen. Der erste Alleinflug ist einer der spannensten Momente im Fliegerleben, der unvergesslich bleibt. „Das diesjährige Osterfluglager hat mich in meinem Lernfortschritt sehr nach oben katapultiert“, freut sich Andreas, seines Zeichens Autohändler, über den Erfolg. Auch im übertragenen Sinne, denn gestartet wird durch die Winde, die die Segelflugzeuge in nur drei Sekunden von null auf hundert beschleunigt. Oder anders gesagt: katapultiert.123 Flugtage, sprich drei Monate und drei Wochen, die Winterpause nicht eingerechnet, benötigte der Euskirchener, bis ihm die Segelfluglehrer das Vertrauen schenkten: „Du schaffst das jetzt!“ Rekordverdächtig ist auch die Zeitspanne, die der ambitionierte Flugschüler bereits in der Luft verbrachte: 25 Stunden in so kurzer Zeit. Um sein ehrgeiziges Ziel zu erreichen, hatte der Euskirchener kein Wochenende ausgelassen und war immer am Platz, vielmehr: am Start.

 

Sein langersehntes Ziel hat auch der in Schönau bei Bad Münstereifel lebende Gerd Henseler (58) erreicht. Seine Fliegerkarriere begann bereits 2012 in Nörvenich. Dort wirkte er als technischer Leiter, was viel Zeit in Anspruch nahm und weshalb er kaum zum Fliegen kam. Er wechselte den Verein im Oktober 2017, kurz  vor Beginn der fünfeinhalb monatigen Winterpause. Henseler begründet seinen Wechsel: „Auffallend ist der sehr angenehme Umgang zwischen den Vereinsmitgliedern in Wershofen. Besonders erwähnenswert sind an der Stelle das sehr freundliche Klima und hilfsbereites Entgegenkommen.“ Letzteres war für den Schönauer wichtig, denn er hatte noch eine wichtige Aufgabe vor sich. Seine theoretische Prüfung hatte er zwei Jahre zuvor absolviert. Die strengen Regularien des Luftfahrtbehörden sehen vor, dass man innerhalb einer Frist von zwei Jahren dann die praktische Prüfung angeht. Die Zeit lief. Zwei Wochen vor Ablauf dieser Frist kam dann nach insgesamt 249 Starts als Flugschüler der ersehnte Tag.

 

Seinen 250. Flug, den Prüfungsflug, absolvierte Henseler mit Prüfer Hermann Kleber (73), einer geachteten Kapazität unter den Fliegern. Die Prüfung von Henseler war die letzte Prüfung, die Kleber abnahm, bevor er nun aus Altersgründen sein Prüferdasein an den Nagel hängt. Der vom rheinland-pfälzischen Luftamt behördlich bestellte ehrenamtlich tätige Kleber war stets fair, sachlich, mit Augenmaß unterwegs und dafür bei den Fliegern hoch geachtet. Sein Amt als Prüfer bekleidete Kleber seit 1979. Unterdes hatte er vielen Wershofener Piloten zur Lizenz verholfen.

 

Für beide Flieger lässt sich sagen: „Et hät noch emmer joot jejange!“ Die Wershofener Fliegerkameradschaft freut sich mit den beiden. Nun wappnet sich der Verein für das bevorstehende Großereignis: Am ersten Septemberwochenende steht das großes Flugplatzfest auf der Agenda, zu dem viele hundert Touristen aus nah und fern nach Wershofen strömen, um sich dort von spektakulären Kunstfliegern begeistern zu lassen. Auch die beiden Prüflinge werden dann am Start sein.

 

„Fliegen hält durch den Umgang mit Menschen großen Altersunterschiedes und dem dauerhaften Lernen jung und fit. Sowohl körperlich als auch mental“, wirbt Henseler für seine Sportart. Doch ist Segelflug mehr als nur Sport. Fliegen ist eine Passion.

Foto: HG Hamann - Prüfer Hermann Kleber, seit 1979 im Dienst im Auftrag der Luftfahrtbehörde, nimmt seinen letzten Prüfungsflug in Wershofen ab und verabschiedet sich in den Ruhestand. Generationen von Piloten hat er seither zur Lizenz verholfen.

Foto: HG Hamann - Gerd Henseler (vorne in der „K13“) bei seinem 250. Start in Begleitung des Prüfers Hermann Kleber beim Prüfungsflug zum Fluglizenterhalt.